Akustikvlies ist ein vielseitiger High-Performance-Werkstoff zur Optimierung der Raumakustik.
Meist aus Polyester (PET) gefertigt – häufig sogar aus recycelten Materialien – überzeugt er durch seine schallabsorbierenden Eigenschaften, reduziert Nachhall und verbessert spürbar die Klangqualität in Räumen. Dabei ist das Material leicht, schadstofffrei, oft schwer entflammbar und ideal für den Einsatz an Wänden, Decken oder als Verkleidung von Trennwänden geeignet.
Seine Wirksamkeit beruht auf der offenporigen Struktur: Schallwellen dringen in das luftdurchlässige Vlies ein und werden dort in Wärme umgewandelt. Besonders im Sprachfrequenzbereich sorgt Akustikvlies so für weniger Lärm, weniger Echo und eine deutlich bessere Verständlichkeit.
Typische Anwendungen reichen von Akustikpaneelen, Wand- und Deckenverkleidungen über schallabsorbierende Raumteiler bis hin zum Einsatz im Möbelbau oder als Dämmmaterial hinter Verkleidungen. Im Büro- und Konferenzumfeld verbessert es die Kommunikation, in der Gastronomie verbindet es Schalldämmung mit Design, und im Wohnbereich schafft es mehr Ruhe in offenen Grundrissen – etwa durch Akustikbilder oder Deckenlösungen.
Auch unter Begriffen wie Polyestervlies (PET-Vlies), Akustikfilz oder Schallabsorber-Vlies bekannt, punktet das Material mit klaren Vorteilen: Es ist sauber in der Verarbeitung (ohne Glasfasern), atmungsaktiv, langlebig und recycelbar – eine nachhaltige Lösung für moderne Raumkonzepte.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die akustische Leistungsfähigkeit, die nach der internationalen Norm DIN EN ISO 11654 in sogenannte Absorberklassen eingeteilt wird. Diese Bewertung hängt vor allem von der Materialdicke, dem Flächengewicht sowie der Montageart ab – etwa, ob das Vlies direkt an der Wand anliegt oder mit einem Luftspalt installiert wird.
Typisch eingesetzt wird Dinkel daher weniger als starre Platte, sondern vor allem in textilbespannten Akustikelementen mit Holzrahmen oder in akustisch wirksamen Möbeln wie Sitzobjekten oder mobilen Trennwänden – überall dort, wo natürliche Materialien, gute Akustik und angenehme Atmosphäre zusammenkommen.
Vlies und seine akustische Leistungsfähigkeit
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die akustische Leistungsfähigkeit, die nach der internationalen Norm DIN EN ISO 11654 in sogenannte Absorberklassen eingeteilt wird. Diese Bewertung hängt vor allem von der Materialdicke, dem Flächengewicht sowie der Montageart ab – etwa, ob das Vlies direkt an der Wand anliegt oder mit einem Luftspalt installiert wird.
Die Einteilung reicht von Klasse A (höchst absorbierend) bis Klasse E (gering absorbierend)::
- Klasse A (αw 0,90–1,00): Sehr hohe Schallabsorption, meist durch dicke Vliese (ca. 40–50 mm) oder mehrlagige Aufbauten erreicht
- Klasse B (αw 0,80–0,85): Ebenfalls sehr wirksam, typischerweise bei mittleren Dicken (25–40 mm) in Kombination mit Luftspalt
- Klasse C (αw 0,60–0,75): Gute Absorption bei dünneren Materialien oder direkter Montage
- Klasse D (αw 0,30–0,55): Grundlegende schalldämpfende Wirkung bei sehr dünnen Lagen
- Klasse E (αw 0,15–0,25): Geringe Absorption, meist bei sehr dünnen oder kaschierten Vliesen
Damit lässt sich Akustikvlies je nach Anforderung gezielt auswählen – von dekorativen Lösungen mit leichter Wirkung bis hin zu hochwirksamen Absorbern für anspruchsvolle akustische Umgebungen.
