Dinkel ist ein natürlicher, nachhaltiger Werkstoff
Dinkel – genauer gesagt Dinkelspelzen – ist ein natürlicher, nachhaltiger Werkstoff, der in der Raumakustik als Füllmaterial für Absorber eingesetzt wird. Als ökologischer Naturabsorber verbindet er gute akustische Eigenschaften mit einem hohen Anspruch an Umweltverträglichkeit.
Seine Wirkung basiert auf der besonderen Struktur der Spelzen: Die unregelmäßige Form und die vielen Hohlräume sorgen dafür, dass Schallwellen in das Material eindringen und durch Reibung in Wärme umgewandelt werden. Dadurch entsteht eine effektive Kombination aus Schallstreuung und -absorption. Je nach Schichtdicke erreicht Dinkel in der Regel Absorberklassen zwischen C und B. Besonders bei Füllstärken von etwa 50 bis 100 mm – etwa in Holzrahmen-Elementen – zeigt das Material seine Stärken im Bereich der menschlichen Sprache, also bei mittleren und höheren Frequenzen.
Neben der akustischen Leistung überzeugt Dinkel vor allem durch seine Natürlichkeit: Er ist vollständig biologisch abbaubar, nachwachsend und trägt zu einem gesunden Raumklima bei, da er Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann. In Kombination mit Textilien entsteht zudem eine warme, wohnliche Optik – ideal für nachhaltige und designorientierte Raumkonzepte.
Im Vergleich zu technischen Materialien wie PET-Vlies oder Gipsschaum gibt es dennoch Unterschiede: Dinkel ist schwerer und sollte hochwertig verarbeitet sein, um Staub- oder Partikelbildung zu vermeiden.
Typisch eingesetzt wird Dinkel daher weniger als starre Platte, sondern vor allem in textilbespannten Akustikelementen mit Holzrahmen oder in akustisch wirksamen Möbeln wie Sitzobjekten oder mobilen Trennwänden – überall dort, wo natürliche Materialien, gute Akustik und angenehme Atmosphäre zusammenkommen.
Dinkel und Brandschutz
Auch beim Thema Brandschutz lässt sich Dinkel einordnen: Unbehandelt erreicht das Material in der Regel die Klasse B2 (normal entflammbar). Durch entsprechende Imprägnierungen oder den Einsatz in geprüften Systemen kann jedoch auch die Klassifizierung B1 (schwer entflammbar) erzielt werden, wodurch der Einsatzbereich deutlich erweitert wird.
